Masterplan 100 % Klimaschutz Strategie MOBILITÄT

Die Bedeutung der Mobilität in unserer heutigen Gesellschaft schlägt sich in der CO2-Bilanz nieder. Nach der Wirtschaft ist der Verkehrssektor der am maßgeblichsten relevante Verursacher für Treibhausgasemissionen. Aufgrund des hohen Anteils des Verkehrs an der CO2-Belastung sind zukunfts-orientierte multimodale Verkehrskonzepte erforderlich. Der ÖPNV alleine kann dabei die sich wandelnden Verkehrsbedürfnisse insbesondere im ländlichen Raum nicht im ausreichenden Maß befriedigen. Im Rahmen des Masterplanprozesses sind daher Lösungen für ein intelligentes, systemvernetztes inter- und multimodales Mobilitätssystem erarbeitet worden. Für ein solches System sind sogenannte Mobilstationen grundlegende Voraussetzung. Ein weiteres Ziel ist zudem die Förderung von postfossilen Mobilitätsformen, um weitere Ressourcen im Mobilitätssektor einzusparen.

Mit der Erstellung des Masterplans wurden in verschiedenen Workshops mögliche Standorte für solche Stationen ausgelotet. Konkretes Ziel war es, zusammen mit den Kommunen eine Karte mit priorisierten Standorten von Mobilstationen mit unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen als strategischer Rahmen zum zukünftigen Ausbau von Mobilstationen auf Kreisebene zu entwickeln. Inzwischen wurden sechs solcher Stationen im Kreis geplant und im Rahmen des Förderprogramms „Lippe Re-Klimatisiert“ zeitnah umgesetzt. Desweiteren wurde für elf der 16 lippischen Kommunen je ein Elektroauto angeschafft.

Im Masterplanprozess sollen neben den Kommunen auch die Unternehmen, als einer der größten Erzeuger von Verkehren, mit einbezogen werden. Für Sie findet u.a. ein informativer Workshop zum Thema „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ statt.

Ein weiterer Hauptbestandteil im Bereich Mobilität ist die Fortbewegung der Bürger. Ziel ist es, die Multimodalität zu ermöglichen und die Nahmobilität zu fördern. So wird z.B. 2017 der Wettbewerb „Stadtradeln“ zentral für alle Städte und Gemeinden organisiert.

Darüber hinaus wurden Lösungen erarbeitet, um den ÖPNV attraktiver sowie klimaschonender zu gestalten. Beispiele hierfür sind die Schaffung einer Schnellbus-Achse und die Entwicklung einer Machbarkeitsstudie für Elektrobusse.

Auch aufgrund des Masterplans ist bei den Verantwortlichen des Kreises die Motivation entstanden, in den kommenden Jahren weiterhin ein innovativer Vorreiter für den Klimaschutz zu sein. So ist mit der erfolgreichen Teilnahme am Förderwettbewerb „HyLand“ aktuell die Entwicklung eines Konzeptes für den Ausbau einer Wasserstoffinfrastruktur in OWL auf dem Weg.

Handlungsziele

  • Verkehre neu denken: Multimodales Verkehrskonzept mit marktfähigen Preisen
  • Postfossile Mobilität fördern: Anteil der postfossilen Mobilität im ÖPNV und IV steigern
  • Nahmobilität fördern: Bequemen Fuß-und Radverkehr ermöglichen
  • Verkehrswege ertüchtigen: Weniger Staus und mehr Sicherheit realisieren
  • Lokale Ressourcen nutzen: Nutzung erneuerbaren Stroms für Mobilität
  • E-Mobilität ermöglichen: Infrastruktur schaffen
  • Alternative Mobilitätsformen etablieren: Zukunft lokal entwickeln
  • Erhöhung des ÖPNV-Angebotes über Fortschreibung Nahverkehrsplan
  • Nachfrage schaffen: Einfache Informationen und marktfähige Preise
  • Reduzierung der Zweitautoquote: Alternative Verhaltensweisen fördern
  • Bewusstsein schaffen: Wandel im persönlichen Mobilitätsverhalten herbeiführen

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Dennis Hetmann
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