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Veranstaltung „Bauen mit Holz“ in Detmold

Februar 12 @ 9:00 - 17:00

kostenlos

Neubau „Haus der Technik“ in Holz-Hybridbauweise, Jowat SE Detmold

 

Ziel der Veranstaltung ist es, Holz als nachhaltigen und ökologischen Baustoff in der Architektur bekannter zu machen. Die Veranstaltung möchte zeigen, dass Holzbauweisen funktionieren und zudem die regionale Bedeutung von Holz für die lokale Wertschöpfung herausstellen.

Dazu werden im Rahmen der moderierten Veranstaltung sowohl die gesetzlichen und planerischen Anforderungen an Holzbauten als auch Beispiele für Architektur in Holzbauweise mit unterschiedlichen Nutzungsarten aus der Region vorgestellt.

 

Zielgruppe:

Architekten und Ingenieure, Baufachleute der Kommunen, Handwerksbetriebe aus dem Holzbaubereich, Studenten.

 

Anmeldung:

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Die Plätze für die Veranstaltung sind begrenzt. Um eine verbindliche, namentliche Anmeldung, ggf. mit Angabe der Mitgliedsnummer der Architektenkammer NRW oder der Ingenieurkammer-Bau NRW, bis zum 4. Februar 2019 per E-Mail an m.herbst@kreis-lippe.de wird gebeten. Anträge auf Anerkennung als Fortbildung sind bei beiden genannten Kammern gestellt. Informationen zum Datenschutz finden hier.

 

Programm

Den Programmablauf können Sie dem Flyer „Bauen mit Holz“ entnehmen.

Moderiert wird die Veranstaltung von Petra Schepsmeier von der EnergieAgentur.NRW

 

Die Vorträge im Überblick:

  • Nachhaltiges Bauen mit Holz

„Forst- und Holzwirtschaft in Ostwestfalen-Lippe“

Am Anfang steht der Wald. Zum einen als wichtige und nachhaltige volkswirtschaftliche Ressource. Auf Grundlage der Ergebnisse der Landeswaldinventur 2014 NRW und der Markt- und Potenzialstudie Cluster Wald und Holz für den Kreis Lippe (2016) werden Strukturdaten und Potentiale der heimischen Wälder und regionalen Holzwirtschaft näher beleuchtet. Letztere wurde im Rahmen des Forschungsvorhabens Nachhaltige Bioenergie durch das Internationale Institut für Wald und Holz erstellt und bezieht sich (im Wesentlichen) auf den Kreis Lippe. Seit 2014 übernimmt das „Clustermanagement Holz in OWL“ eine lenkende und betreuende Funktion in der Region. Aufgaben und Ziele sind die Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit durch die Bildung von Netzwerken, die Mobilisierung vorhandener Nutzungspotenziale und die Sicherung einer kontinuierlichen Holzversorgung der regionalen Verbraucher.

Aber Wald ist nicht nur Wirtschaftraum und Wirtschaftsfaktor. Wald ist Naturraum, ist Lebensraum, ist Erholungs- und Freizeitraum. Seine Vielfalt, seine Biodiversität, seine Klimaschutzleistungen sind seine Stärken und Besonderheit nicht nur, aber auch in der heimischen Region.

Holger-Karsten Raguse, Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Holger-Karsten Raguse ist seit Herbst 2017 Leiter des Regionalforstamtes Ostwestfalen-Lippe.

 

„Bauen mit Holz.NRW“

Das Bauen mit Holz erfüllt somit in besonderem Maße die im Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung formulierten Anforderungen an ressourcenschonende Bauweisen und die Vermeidung von THG-Emission bei Herstellung, Nutzung und Rückbau von Gebäuden. Der moderne Holzbau setzt in Bezug auf Planungsprozesse, Vorfertigung und Qualtiätssicherung neue Standards beim nachhaltigen Bauen. Wald und Holz NRW beteiligt sich am Prozess der Charta für Holz 2.0 und engagiert sich gemeinsam mit Partnern aus NRW für die Holzverwendung im Bauwesen. Anlässlich der Fachtagung Bauen mit Holz werden die aktuellen Trends im Bereich des Holzbaus sowie das Angebot der Plattform Bauen mit Holz.NRW vorgestellt.

Martin Schwarz, Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Martin Schwarz ist Mitarbeiter im Fachbereich Holzwirtschaft, Forschung, Klimaschutz bei Wald und Holz NRW.

 

  • Anforderungen an Holzbauten – Landesbauordnung und Brandschutz

Annette Clauß, Maas Ingenieure, Werl

 

  •  Innovative Holzbauprodukte für moderne Holztragwerke

Aktuell ist in Deutschland im Holzbau wie im gesamten Hochbau ein deutlicher Trend zu Mehrfamilienhäusern im urbanen Raum bei eher stagnierenden Zahlen an Ein- und Zweifamilienhäuser zu beobachten. An den mehrgeschossigen Holzbau angepasste Holzbauweisen und Holzbausysteme (insbesondere vor dem Hintergrund des Schall- und Brandschutzes), integrales Planen und Bauen sowie industrielle Vorfertigung und Fertigungstechnologien mit angepasster Logistik sind daher im Holzbau aktuelle Fragestellungen. Daraus resultieren veränderte technologische Anforderungen an die verwendeten Holzbauprodukte, zudem haben ökologische Aspekte, Ressourceneffizienz und insbesondere Rohstoffverfügbarkeit und -herkunft sowie Zertifizierungen eine immer größere Bedeutung bei der Materialwahl.

Prof.´ in Dipl.-Holzwirtin Katja Frühwald-König, Hochschule OWL

Nach ihrem Studium der Holzwirtschaft an der Universität Hamburg arbeitete Prof.´in Katja Frühwald-König mehrere Jahre als Projektleiterin am HOLZ.DESIGN.INSTITUT der Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH in Judenburg/Österreich und am Umwelt- und Innovationszentrum Judenburg GmbH in Zeltweg/Österreich sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Holzbau + Holztechnologie der Technischen Universität Graz/Österreich. Seit 2005 ist sie Professorin für Holzbauprodukte und Holzbauproduktion an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe am Standort Lemgo.

 

  • Nachhaltige Dämmstoffe mit anschl. Brandversuch: Praxistest mit unterschiedlichen Dämmstoffen

„Nachhaltige Dämmstoffe“

Die Forderung nach einer nachhaltigen Entwicklung im Baubereich setzt wesentliche Impulse und Kriterien für die in Zukunft zu verwendenden Baustoffe sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung. Bei Außenbauteilen haben die erhöhten Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz zu einem erheblichen Bedeutungsgewinn von Dämmstoffen geführt. Neben den klassischen, konventionellen Dämmstoffen auf Hartschaum- und Mineralfaserbasis wurden in jüngerer Vergangenheit eine Vielzahl neuer Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen oder Recyclings-materialien entwickelt.

Der Vortrag gibt eine Übersicht über die Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, deren Vorteile und Einsatzmöglichkeiten.

„Brandversuch“

Von Dämmstoffen geht meist ein erhöhtes Brandrisiko aus, da auf Grund der Wärmedämmwirkung in den Dämmmaterialien eine große Menge an Luft und somit an Sauerstoff erhalten ist. In Kombination mit den organischen Bestandteilen sind vor allem Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen besonderes brandgefährdend.

In einen Praxistest, der von dem Test der DIN klar abweicht, soll die Entflammbarkeit von verschiedenen Dämmstoffen überprüft werden. Dazu werden vier Gefache eines Dachstuhlmodells mit verschiedenen Dämmstoffen gefüllt und in der Untersicht mit einer Gipskartonplatte versehen. Prinzipiell wie die meisten Dachkonstruktionen aufgebaut sind. Mit Hilfe von Gasbrennern werden die Gipskartonplatten beflammt.

Wollen Sie das Ergebnis wissen?

Prof. Dr. Hans Löfflad, Hochschule für nachhaltige Entwicklung, Eberswalde

Prof. Dr. Hans Löfflad, Diplomingenieur für Holztechnik (FH), hat seit 15 Jahren eine Holzbaufirma und ein Ingenieurbüro für Bauökologie. Er baut ausschließlich Passivhäuser und Plusenergiehäuser. Dazu unterrichtet er an verschiedenen Hochschulen, wie an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung HNE im Lehrgebiet Baukonstruktion, Ausführungsplanung und Bauphysik im Holzbau, der Universität Kuala Lumpur Malaysia im Masterstudium Green Building und leitet Seminare und Workshops für Industrie und Wirtschaft. Seit mehr als 30 Jahren ist er im Bereich des gesunden Bauens und Wohnens tätig, was ihm ein sehr großes Anliegen ist.

 

  • Konstruktive Details eines 8-geschossigen Wohn- u. Geschäftshauses, Bad Aibling

Die Steinzeit ist vorbei – wir bauen mit Holz. Viele Menschen wollen gerne in einem Holzhaus wohnen. Neben den Einfamilienhäusern gibt es schon eine Reihe von 3- und 4- geschossigen Holzhäusern im Wohnungsgeschoßbau. 8 Geschoße im Holzbau sind jedoch noch eine Seltenheit. Die bautechnischen Herausforderungen sind auch um einiges höher.

Der Vortrag nennt die Problempunkte von Holzgebäuden knapp unter der Hochhausgrenze und zeigt die Lösungs- und Umsetzungsmöglichkeiten am Beispiel des Wohn- und Geschäftsgebäudes in Bad Aibling auf. Im Besonderen werden hierzu die Standsicherheit und der Brandschutz inklusive der Holzfassade betrachtet.

Prof. Dr. Hans Löfflad, Hochschule für nachhaltige Entwicklung, Eberswalde

siehe oben

 

  • Plusenergieschule Detmold – Sanierung und Erweiterung mit vorgefertigten Holzelementen

Harald Semke, pape oder semke Architekturbüro, Detmold

 

  • Neubau „Haus der Technik“ in Holz-Hybridbauweise

Armin Erb und Ralph Kirst, Jowat SE, Detmold

 

  • Ein „kunterbuntes Haus“ in Holzbauweise – Mehrgenerationenhaus an der Oeynhausener Schweiz

Intensive und vielseitige soziale Nutzungen mit einem umfangreichen Anforderungskatalog, sowie hohen Ansprüchen an die Nachhaltigkeit und ein eng gesteckter finanzieller Rahmen mit strikten zeitlichen Vorgaben für die Fertigstellung – das waren die Voraussetzungen für dieses in Auftrag gegebene Gebäude. Im Nutzungskonzept ein 3-gruppiger Kindergarten, ein Mehrgenerationenhaus mit einem multifunktionalen Saal und einem kleinen Café, eine Tagespflege sowie Büroeinheiten, zusätzlich entwickelt die Nutzung einer Hauswohngemeinschaft für 23 junge Erwachsene. Insgesamt umfasst das Oeynhausener Carré nun zwei Gebäude, den 4-geschossigen Bau für die soziale Mischnutzung im vorderen und den 1-geschossigen Kindergarten im hinteren Bereich des Grundstücks – beide in der Bauart massiver, vorgefertigter Holzbauweise.

Weitere Informationen unter:

Neubau Mehrgenerationenhaus Bad Oeynhausen

Neubau Kindertagesstätte Bad Oeynhausen

Henning Bökamp, Architekten Bökamp, Löhne

Dipl.-Ing. Architekt (FH), Jahrgang 1973

Seit 2007 Inhaber des 1950 gegründeten Büros Architekten Bökamp in Löhne (Westf.)

Schwerpunkt im Wohnungs-, Industrie-, und Sozialbau für private und institutionelle Kunden.

Tätigkeit in allen Leistungsphasen mit zurzeit 11 Mitarbeitern.

Seit 6 Jahren Sachverständiger für den vorbeugenden Brandschutz.

Fachliche Vertiefung in der vorgefertigten Holzbauweise seit 2015.

www.architekten-boekamp.de

Weitere Tätigkeit, Lebensraum GmbH, Planungsbüro für Projektkonzeption und Vermarktung von Lebensräumen, gegründet 2013

www.lebensraum-immobilien.info

 

 

 

 

Details

Datum:
Februar 12
Zeit:
9:00 - 17:00
Eintritt:
kostenlos
Veranstaltung-Tags:
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Veranstalter

Kreis Lippe in Kooperation mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW und der EnergieAgentur.NRW.
Telefon:
05231-625060
E-Mail:
m.herbst@kreis-lippe.de

Veranstaltungsort

Kreishaus, Kreistagssitzungssaal
Felix-Fechenbach-Str. 5
Detmold, Nordrhein-Westfalen 32756 Deutschland
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